Wasserbau und Talsperrenbau

Ingenieurbüro Wand

Die Herausforderungen in der Wasserwirtschaft steigen stetig. Bedingt durch die wachsenden Bedürfnisse sowie die sich ändernden Umweltbedingungen herrscht ein kontinuierlicher Bedarf bei der Anpassung der Ver- und Entsorgung von Wasser und dem Schutz vor Hochwasser. Die zurückliegenden Hochwasserereignisse zeigten, dass noch ein erheblicher Handlungsbedarf besteht. Nicht nur die großflächigen Hochwasser, wie zuletzt im Jahr 2013, sondern auch lokale Extremereignisse machten den oft unzureichenden Schutzgrad deutlich.

Talsperren stellen wichtige Bauwerke für die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung und den Hochwasserschutz dar. Allein in Thüringen befinden sich 191 klassifizierte Talsperren, die für die Wasserwirtschaft unterschiedliche Bedeutung haben. Von den bekannten großen Talsperren der Saalekaskade, die zur Stromerzeugung genutzt werden oder der Talsperre Leibis-Lichte, die weite Teile Ostthüringens mit Fernwasser versorgt, bis hin zu den kleineren Anlagen, die stellenweise nur für die Naherholung genutzt werden, besteht ein ständiger Instandhaltungs- und Überwachungsbedarf.

Die in den letzten Jahrhunderten bedingten Änderungen der Kulturlandschaft haben nur noch wenige natürliche Räume zurückgelassen. Insbesondere die Fließgewässer wurden zu einem überwiegenden Teil in ihrem Lauf verändert und für die anthropogene Nutzung umgestaltet. Die in der Vergangenheit durchgeführten wasserbaulichen Maßnahmen dienten einem bestimmten Zweck. So wurden an fast allen Gewässern zahlreiche Wehranlagen zur Nutzung der Wasserkraft errichtet. Durch die Errichtung der Wehranlagen wurde die ökologische Durchgängigkeit unterbunden, sodass sich die natürliche Fischpopulation nicht mehr in den Oberläufen der Fließgewässer reproduzieren konnte. Ein wichtiger Aspekt der heutigen Wasserwirtschaft ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit an allen Gewässern, um so eine nachhaltige und umweltverträgliche Nutzung sicherzustellen. Die Europäische Wasserrahmenrichtline (EU-WRRL) stellt für dieses ambitionierte Ziel die notwendigen rechtlichen Bedingungen dar.

Ergo: Im Bereich der Wasserwirtschaft und im Wasserbau gibt es auch zukünftig genügend zu tun!